Borkenkäfer-Monitoring mit Drohne

BLICKWINKEL KÄFERRADAR

Verdachtsbäume finden, verorten, dokumentieren.

Eine Befliegung, eine Karte, eine Prüfliste. KÄFERRADAR liefert Ihrem Forstpersonal jeden auffälligen Baum als GPS-Punkt mit Foto und zeigt bei Wiederholungsflügen, was seit der letzten Kontrolle neu ist und was bereits erledigt wurde.

  • Ein Sensor, ein Flug
  • Einzelbaumgenau mit Foto
  • Wiederholungsflug zeigt den Verlauf

Käfernester findet man zu Fuß oft zu spät

Borkenkäferschäden machten 2025 rund die Hälfte des österreichischen Schadholzes aus. Übersehene Einzelbäume und Nester in unwegsamem Gelände sind der häufigste Grund, warum sich Befall im Umkreis von 100 bis 300 Metern weiter ausbreitet. Systematische Kontrollgänge sind wirksam, aber personalintensiv. KÄFERRADAR macht sie gezielter: Die Drohne zeigt, wo sich der Gang lohnt.

Wir ersetzen den Förster nicht. Wir zeigen ihm, wo er zuerst hinmuss, liefern jeden Verdachtsbaum als Punkt mit Foto und dokumentieren, was seit der letzten Kontrolle neu ist und was erledigt wurde.

So funktioniert KÄFERRADAR

Käferbäume finden: in fünf Schritten zur Prüfliste

  1. Fläche festlegen. Sie zeichnen Ihre Waldfläche online ein oder senden uns Grundstücksnummern bzw. Shapefile.
  2. Befliegung. Ein Flug mit unserer Multisensor-Kamera (61 MP RGB, 14 Spektralbänder, Thermal) bei geeignetem Licht.
  3. Auswertung. KI-Vorselektion auffälliger Fichtenkronen, anschließend fachliche Prüfung jedes ausgegebenen Punktes durch BLICKWINKEL.
  4. Übergabe. Interaktive Karte, GPX/Shapefile für Handy oder GIS, Foto je Verdachtsbaum, Nester als Polygone mit Stückzahl.
  5. Bodenkontrolle und Status. Ihr Forstpersonal oder unser Forstpartner bestätigt vor Ort. Bei Folgeflügen sehen Sie: neu, unverändert, erledigt.

Leistungsstufen

Vier Stufen, ein System

ÜBERBLICK

Wo sollten wir nachsehen?

Leistung: Punktuelle Aufstiege mit Zoomkamera, Sichtprüfung durch BLICKWINKEL, bis zu 200 ha pro Stunde.

Ergebnis: Verdachtsstellen mit Foto und Näherungsposition.

Preis auf Anfrage

KARTIERUNG

Welche sichtbaren Schäden gibt es auf der Fläche?

Leistung: Systematische Befliegung, KI-Vorselektion, geprüfte Verdachtskarte, Baum- und Nest-ID mit Foto, dokumentierte Abdeckung.

Ergebnis: Karte, Punktliste, Export für Handy und GIS.

Preis auf Anfrage

KARTIERUNG MIT BEFUND

Welche Bäume müssen wirklich raus?

Leistung: Wie Kartierung, zusätzlich organisierte Bodenkontrolle durch forstlich qualifizierten Partner mit definiertem Umfang.

Ergebnis: Bestätigte Maßnahmenliste mit Bodenbefund.

Preis auf Anfrage

VERLAUF

Was ist seit dem letzten Mal neu?

Leistung: Wiederholte Kartierung, 2 bis 4 Termine pro Saison, Vergleich zum Vorflug, Bearbeitungsstatus je Baum.

Ergebnis: Neue und veränderte Objekte, Nachweis der Kontrollkette, Saisonbericht.

Preis auf Anfrage

Zusatzmodule

  1. Digitaler Waldbestand: einmalige LiDAR-Grundaufnahme mit Gelände, Baumhöhen, Struktur, Wegen, Windwurf und stabilen Baum-IDs.
  2. Modellbasierte Holzvolumenschätzung je Befallsherd mit ausgewiesener Unsicherheit.
  3. Risikokarte aus Fichtenanteil, Vorjahresherden, Exposition und Windwurf.
  4. Expressauswertung innerhalb von 24 Stunden.

Was Sie bekommen

Ergebnisdaten, mit denen der Trupp arbeiten kann

BestandteilFormatInhalt
VerdachtskarteWeb-Karte, PDFAlle geprüften Punkte, Nester als Polygone, Flugabdeckung
PunktlisteGPX, KML, Shapefile, GeoJSONID, Koordinaten, Luftbildbefund, Foto-Link
Foto je BaumJPG, georeferenziertKronenausschnitt zur Wiederauffindung
NesterübersichtTabelleStückzahl, Fläche, Priorität
Statusbericht (nur VERLAUF)PDFNeu, unverändert oder erledigt seit dem Vorflug
Rohdaten auf WunschOrthofoto, SpektraldatenFür die eigene GIS-Nutzung

Die Punktliste ist direkt in gängigen Forst-Apps und in QGIS Forst nutzbar.

Was wir ehrlich sagen

Was KÄFERRADAR kann und was nicht

Fernerkundung erkennt Borkenkäferbefall erst, wenn die Krone messbar reagiert. Das gilt für Drohnen, Flugzeuge und Satelliten gleichermaßen. KÄFERRADAR findet deshalb verfärbte, ausgedünnte und abgestorbene Kronen sowie Windwurf zuverlässig, frisch befallene grüne Bäume aber nicht. Ob ein auffälliger Baum tatsächlich besetzt ist, entscheidet die Kontrolle vor Ort. Genau dafür liefern wir Punkt und Foto.

  1. Zuverlässig: rote und graue Kronen, Windwurf, Kronenverlust sowie die Dokumentation der Veränderung zwischen zwei Flügen.
  2. Nur mit Bodenkontrolle: ob Käfer oder Brut noch vorhanden sind und ob Trockenstress oder Pilz die Ursache ist.
  3. In Entwicklung: spektrale Hinweise vor sichtbarer Verfärbung. Wir erheben diese Daten bei jedem Flug mit, verkaufen sie aber erst, wenn unsere Validierung 2027 abgeschlossen ist.

Jeder Bericht weist die Anzahl der geprüften Punkte aus und, sofern eine Bodenkontrolle beauftragt war, die tatsächlich bestätigten Fälle.

Technik

Ein Flug, drei Sensoren

Wir fliegen mit einer Vollformat-Multisensorkamera, die in einem einzigen Flug 61-Megapixel-Bilder, 14 Spektralbänder von 405 bis 850 nm und ein Wärmebild aufzeichnet. Für die Kundenkarte nutzen wir das hochauflösende Bild und eine KI, die auf verfärbte Fichtenkronen trainiert ist. Die Spektralbänder, darunter Red-Edge und der grüne Schulterbereich um 530 nm, die in der aktuellen europäischen Forschung als aussagekräftigste Bereiche gelten, sichern wir für Zeitreihen und Forschung. Die Kronensegmentierung erfolgt bei Bedarf über unser LiDAR-Höhenmodell, damit Rand- und Unterkronen nicht verloren gehen.

MerkmalWert
KameraTopodrone PT61 mit Agrowing-Sextuple-Objektiv
Auflösung RGB61 MP Vollformat, mechanischer Verschluss
Spektralbänder14 Bänder, 405 bis 850 nm, je 30 nm Bandbreite, 7,2 MP je Band
Thermal640 × 512 Pixel
Bodenpixelca. 2 bis 5 cm je nach Flughöhe
PositionierungRTK/PPK
ZusatzsensorDJI Zenmuse L2 LiDAR für das Modul Digitaler Waldbestand
BetriebGenehmigter Betrieb im spezifischen Bereich, Versicherung, SOPs

Für wen

Für alle, die mehr Wald haben, als sie zu Fuß kontrollieren können

Waldverbände und Waldbesitzervereinigungen

Sammelbefliegung für Mitglieder: ein Auftrag, viele Parzellen.

Agrargemeinschaften und Gemeinden

Schutzwald, Steillagen und unwegsames Gelände.

Forstbetriebe ab ca. 50 ha

Regelmäßige Verlaufskontrolle als Ergänzung zum Kontrollgang.

Bezirksforstinspektionen und Sachverständige

Nachvollziehbare, georeferenzierte Dokumentation.

Einzelne kleine Parzellen bündeln wir über Gemeinden oder Verbände. Fragen Sie an, wir organisieren die Sammelbefliegung.

Pilotangebot

Herbstkontrolle 2026: Überwinterungsbäume jetzt finden

Käfer, die sich im Spätsommer eingebohrt haben, überwintern meist im Baum. Bohrmehl fehlt, die Krone beginnt sich zu verfärben. Von Ende September bis in den November lassen sich diese Bäume aus der Luft finden und noch vor starken Frösten aufarbeiten. Für die Saison 2026 bieten wir ein begrenztes Kontingent an Pilotflächen an.

Kontingent begrenzt, Vergabe nach Eingang.

  1. Befliegung von 30 bis 500 ha Fichtenbestand.
  2. Geprüfte Verdachtskarte mit Punktliste und Fotos innerhalb von 7 Werktagen.
  3. Gemeinsame Bodenkontrolle einer Stichprobe mit Ihrem Forstpersonal.
  4. Auswertung: geprüfte Punkte, bestätigte Fälle, Zeitaufwand.
  5. Pilotpreis auf Anfrage, anrechenbar auf einen Saisonvertrag 2027.

Häufige Fragen

Was Forstbetriebe vor dem ersten Flug fragen

Erkennt die Drohne den Befall, bevor der Baum rot wird?

Nein. Fernerkundung erkennt Befall erst, wenn die Krone messbar reagiert. Wir finden verfärbte, ausgedünnte und abgestorbene Kronen sowie Windwurf und zeigen Ihnen damit, wo der Kontrollgang zuerst hinmuss. Spektrale Frühhinweise erheben wir mit, verkaufen sie aber erst nach abgeschlossener Validierung.

Wie genau ist die Verortung?

Bei der systematischen Kartierung liegt die Position im Bereich weniger Dezimeter bis rund einem Meter. Zusätzlich erhalten Sie zu jedem Punkt ein Foto der Krone, damit der Baum im Bestand eindeutig wiedergefunden wird. Bei Punktaufstiegen in der Stufe ÜBERBLICK ist die Position eine Näherung.

Was ist der Unterschied zu Satellitenkarten?

Satellitendienste arbeiten mit 10-Meter-Rastern und zeigen Vitalitätsverlust auf Bestandesebene. KÄFERRADAR liefert einzelne Bäume mit Foto und Stückzahl je Nest.

Wie schnell bekomme ich das Ergebnis?

Standard innerhalb von 7 Werktagen nach dem Flug, Express innerhalb von 24 Stunden.

Wann ist der beste Flugzeitpunkt?

Im Herbst von Ende September bis November für Überwinterungsbäume, im Sommer nach Schwärmwellen für Nester und jederzeit nach Sturm für Windwurf. Für Verlaufskontrollen empfehlen wir 2 bis 4 Termine pro Saison, abgestimmt auf die regionale Käferentwicklung. Geflogen wird bei ausreichend Licht und trockenen Kronen, Termine bestätigen wir wetterabhängig.

Woran erkenne ich Käferbäume?

Aus der Luft an rot oder grau verfärbten und ausgedünnten Kronen. Am Boden an Bohrmehl am Stammfuß und in den Rindenritzen, an Harztropfen und an abfallender Rinde. Die Drohne findet die auffällige Krone, ob der Baum besetzt ist, klärt der Förster bei der Kontrolle am Stamm. Dafür bekommt er von uns Punkt und Foto.

Muss ich Borkenkäferbefall melden?

In Österreich ja. Nach § 43 Forstgesetz müssen Waldeigentümer eine gefahrdrohende Vermehrung von Forstschädlingen wie dem Borkenkäfer umgehend der Forstbehörde melden, das ist die Bezirksforstinspektion der Bezirkshauptmannschaft. § 44 verpflichtet dazu, den Befall wirksam zu bekämpfen. Die KÄFERRADAR-Punktliste mit Fotos ist eine gute Grundlage für die Meldung und den Nachweis. In Deutschland regeln das die Waldgesetze der Länder.

Angaben ohne Gewähr.

Wie schnell müssen Käferbäume aufgearbeitet werden?

So rasch wie möglich, jedenfalls bevor die nächste Käfergeneration ausfliegt. Überwinterungsbäume aus dem Herbst müssen vor dem Ausflug im Frühjahr aus dem Wald. Die Forstbehörde kann Maßnahmen und Fristen vorschreiben. Je früher Sie wissen, wo die Bäume stehen, desto besser lässt sich die Aufarbeitung planen.

Wer macht die Bodenkontrolle?

Ihr Forstpersonal mit unserer Punktliste, oder auf Wunsch ein forstlich qualifizierter Partner, den wir organisieren.

Wird die Bekämpfung auch mit der Drohne gemacht?

Nein. Insektizidausbringung aus der Luft ist in Österreich nicht vorgesehen. Die Wirkung entsteht durch rechtzeitige Aufarbeitung. Wir sorgen dafür, dass Sie wissen, wo.

Ist die Leistung förderbar?

Vorbeugende Forstschutzmaßnahmen einschließlich Monitoring sind grundsätzlich förderfähig. Wir stellen Ihnen das Angebot als Kostennachweis bereit, den Antrag stellt der Waldbesitzer oder die Vereinigung. Die Entscheidung trifft die bewilligende Stelle des Landes. Fördervoraussetzungen und Fristen stimmen Sie bitte mit der zuständigen Forstabteilung ab.

Welche Mindestfläche gilt?

Für Einzelaufträge ab etwa 30 ha. Kleinere Flächen bündeln wir in Sammelbefliegungen über Gemeinden oder Verbände.

Was passiert mit meinen Daten?

Ihre Flächen- und Ergebnisdaten gehören Ihnen. Wir nutzen anonymisierte Luftbilddaten zur Verbesserung unserer Erkennung, auf Wunsch schließen wir das vertraglich aus.

Was kostet KÄFERRADAR?

Der Preis richtet sich nach Fläche, Gelände, Leistungsstufe und Termin. Anfahrt und Bodenkontrolle weisen wir getrennt aus. Sie erhalten ein Angebot, das sich auch als Kostennachweis für eine Förderung verwenden lässt.

  • 13 JahreErfahrung in der digitalen Landwirtschaft
  • 3.000+Starts und Landungen pro Jahr
  • 7.000 haEinsatzerfahrung
  • BeeidetSachverständiger für Feldbau und Bodenschutz in der Geschäftsführung

Als gerichtlich zertifizierter Sachverständiger weiß ich, dass eine Karte nur so viel wert ist wie die Prüfung dahinter. Deshalb weist jeder KÄFERRADAR-Bericht aus, was geprüft, was bestätigt und was offen ist.

Dipl.-Ing. Michael Treiblmeier, B.Ed.

Fläche anfragen

Wir melden uns mit einer Ersteinschätzung

Nennen Sie uns Waldfläche, Bundesland und Fichtenanteil. Sie bekommen innerhalb von zwei Werktagen eine Ersteinschätzung und, falls gewünscht, ein Angebot, das Sie als Kostennachweis für eine Förderung verwenden können.