Sehen Sie, wo in Ihrem Bestand das Holz steht — Zelle für Zelle, aus einem einzigen Flugtag. Die Frage, an der jede Hiebsplanung hängt und die eine Stichprobeninventur offen lässt.

















Eine Probekreisinventur liefert einen Mittelwert für den ganzen Bestand. Sie kann nicht sagen, ob der Vorrat gleichmäßig verteilt ist oder ob die eine Hälfte der Fläche fast leer steht und die andere doppelt so voll. Für die Frage, wo der Harvester anfängt, ist genau das die entscheidende Information.
Wer noch nie eine Bestandsaufnahme hatte, sieht mit der Karte zum ersten Mal, wo auf seiner Fläche das Holz steht – ohne einen einzigen Probekreis.
Die Holzvorratskarte legt ein Gitter aus 20-Meter-Zellen über Ihre Fläche und gibt jeder Zelle einen Wert. Dunkelgrün heißt: hier steht viel Holz. Hellgrün: hier steht wenig. 894 Zellen auf 35,6 Hektar — so fein aufgelöst, dass Lücken, Verjüngungsflächen und die vorratsreichsten Partien einzeln hervortreten.
Die vorratsreichen Partien treten als zusammenhängende Flächen hervor, statt sich hinter einem Hektarmittel zu verstecken. Sie sehen vor dem ersten Schritt in den Bestand, wo sich der Eingriff lohnt.
Aufnahme und Auswertung an einem Tag. Ab einigen hundert Hektar wird der Blick aufs Ganze teuer, wenn er zu Fuß entstehen muss — die Befliegung deckt eine Größenordnung ab, für die sonst Wochen anfallen.
Alles georeferenziert in ETRS89 / UTM 33 N, direkt in jedes Forst-GIS einlesbar. Dazu eine Google-Earth-Datei, die ohne Fachsoftware aufgeht — auf dem Rechner des Verwalters, auf dem Tablet im Wald, im Gespräch mit dem Eigentümer.
1 — Befliegung mit dem Laserscanner
Laserscanner und Messkamera befliegen die Fläche in einem Durchgang. Die Messung ist so dicht, dass einzelne Kronen getrennt erfasst werden – und genug Impulse durch die Lücken im Kronendach bis auf den Waldboden kommen.
2 — Ein Impuls, mehrere Echos
Trifft ein Laserimpuls auf eine Krone, läuft ein Teil weiter. Das erste Echo kommt von der Kronenspitze, das letzte oft vom Boden. Daher kann der Scanner, was ein Luftbild nicht kann: Kronendach und Boden im selben Durchgang messen.
3 — Kronenhöhenmodell
Oberflächenmodell minus Geländemodell ergibt die Bewuchshöhe über Grund. Damit ist das Relief herausgerechnet: Ein 25 Meter hoher Baum am Hang und einer in der Senke stehen gleich hoch.
4 — Raster und Vorratsindex
Je 20-Meter-Zelle messen wir, wie hoch und wie dicht der Bestand steht, und verrechnen beides zum Vorratsindex. Denn Höhe allein täuscht: Ein lichter Altbestand ist hoch, hält aber wenig Holz; eine dichte Stangenholzfläche ist niedrig und trägt trotzdem Masse. Erst beide Größen zusammen bilden den Vorrat ab.
Sie brauchen Festmeter je Hektar und jeden Baum einzeln – mit Höhe und Stammdurchmesser? Das liefert die Waldinventur mit Drohne.
Etabliertes Verfahren, neue Auflösung:
Nein — und das sagen wir bewusst deutlich. Der Vorratsindex ist eine relative Größe von 0 bis 100. Er zeigt die räumliche Verteilung zuverlässig, nicht den absoluten Vorrat. Absolute Werte entstehen, sobald Einzelbaumvolumen je Zelle aufsummiert werden; dann ersetzt diese Summe den Index bei gleichem Raster. Dieser Ausbau ist als Baumkataster aus der Waldinventur verfügbar.
Die Trennung von Nadel- und Laubholz je Einzelbaum ist aus dem hochauflösenden Orthofoto möglich, das wir auf Wunsch mitliefern. Eine vollständige Artenliste für einen Mischbestand ist ein eigenes Projekt mit Referenzbäumen am Boden — sprechen Sie uns an, wenn Sie das brauchen.
Ein Flugtag deckt eine Größenordnung von mehreren Dutzend Hektar ab; größere Flächen werden in Abschnitten geflogen. Der Preis hängt an Flächengröße, Zuschnitt und gewünschtem Lieferumfang. Nennen Sie uns Fläche und Anlass, dann bekommen Sie ein konkretes Angebot statt einer Preisliste.
Nein, sie ergänzt sie. Ihre Inventur bleibt gültig — die Karte verteilt deren Zahlen im Raum und zeigt, wo weitere Probekreise überhaupt lohnen. Beides zusammen ist mehr wert als jedes für sich: der belastbare Absolutwert aus der Stichprobe, die Verteilung aus der Befliegung.
In der Landwirtschaft ist die teilflächenspezifische Betrachtung seit Jahren Alltag — niemand düngt einen Schlag mehr nach einem einzigen Mittelwert. Im Wald steht dieser Schritt noch weitgehend aus, obwohl die Messtechnik dafür längst da ist. Genau diese Lücke schließt die Karte. Sie ersetzt keine forstliche Beurteilung — sie gibt ihr eine Grundlage, die vorher gefehlt hat.