Drohnen-Service

Stechapfel erkennen, bevor er aussamt

Drohnengestützte Detektion von Gemeinem Stechapfel auf Ihren Flächen. Befliegung, automatische Auswertung und georeferenzierte Befallskarte – damit Sie vor der Ernte wissen, wo Sie eingreifen müssen.

Peer-reviewed veröffentlicht Über 1.000 ha ausgewertet Erkennungsgüte F1 0,90 Ingenieurbüro seit 2017

Warum Stechapfel zum Thema wird

Der Gemeine Stechapfel (Datura stramonium) ist ein Wärmekeimer und läuft spät auf – oft erst, wenn die Kultur bereits steht und keine Bekämpfung mehr möglich ist. Pflanzen, die bis zur Ernte stehen bleiben, bilden Samen, verunreinigen das Erntegut und bauen den Samenvorrat im Boden weiter auf.

Die Pflanze wächst je nach Nährstoff-, Wasser- und Konkurrenzverhältnissen von wenigen Zentimetern bis über 150 cm heran. Nach Angaben der AGES kommt sie inzwischen in allen österreichischen Bundesländern vor, mit Schwerpunkten in den warmen Tieflagen des nördlichen Burgenlands und des östlichen Niederösterreichs.

Wer nicht eingreift, zahlt später drauf: Eine einzelne kräftige Pflanze bildet mehrere tausend langlebige Samen. Aus einem übersehenen Nest werden Handarbeit über mehrere Saisonen, Ertragsverluste und Partien, die abgewertet oder gar nicht erst übernommen werden.

Gemeiner Stechapfel mit reifen, bestachelten Samenkapseln in einem Ackerbestand
22 % der Soja-Anbaufläche gefährdet

2024 wurden in Österreich 87.607 ha Sojabohne angebaut, davon 39 % biologisch. Rund 22 % dieser Anbaufläche liegen in Risikogebieten mit nachgewiesenen Stechapfel-Vorkommen. Belegt in der begutachteten Studie, an der wir mitgearbeitet haben.

Betroffene Kulturen
  • Sojabohne
  • Sonnenblume
  • Hirse
  • Ölkürbis
  • Mais

Besonders in Kulturen mit geringer Wuchshöhe und in Beständen mit Lücken entfaltet die Pflanze hohe Konkurrenzkraft. Die AGES beobachtet zuletzt auch eine Zunahme in Kartoffeln und Gemüsekulturen.

Das eigentliche Risiko: Tropanalkaloide

Atropin und Scopolamin sitzen in allen Pflanzenteilen und sind hochgiftig. Bei der Ernte gelangen Samen und Pflanzensaft in das Erntegut. Schon geringe Mengen können bei Mensch und Tier zu Vergiftungen führen – Sinnestäuschungen, Übelkeit, Benommenheit, Atemlähmung. Wird der Höchstgehalt überschritten, ist die Partie für die Lebensmittelverarbeitung verloren.

ErzeugnisHöchstgehalt µg/kg
Beikost und Getreidebeikost für Säuglinge und Kleinkinder1,0 je Alkaloid
Unverarbeitete Millethirse- und Sorghumhirsekörner5,0
Unverarbeitete Buchweizenkörner10
Unverarbeitete Maiskörner15
Mahlerzeugnisse aus Hirse und Mais5

Summe aus Atropin und Scopolamin nach Verordnung (EU) 2023/915, für Beikost je Alkaloid. Für Sojabohne bestehen derzeit keine Höchstgehalte – Verunreinigungen sind dennoch dokumentiert und nehmen zu.

Befliegung, Auswertung, Befallskarte ab 39 €

je Hektar. Der genaue Preis hängt von Flächengröße, Lage und Zuschnitt der Schläge ab.

Was auf dem Spiel steht

Wird eine Partie wegen Tropanalkaloiden beanstandet, ist nicht ein Hektar betroffen, sondern die gesamte Lieferung. Und der Samenvorrat bleibt Jahre im Boden: Eine kräftige Pflanze bildet mehrere tausend langlebige Samen, aus einem übersehenen Nest wird Handarbeit über mehrere Saisonen.

Die Detektion kostet einmal je Hektar. Ein verunreinigter Schlag kostet Sie über Jahre.

Ist Ihre Fläche gefährdet?

Die schwarzen Felder zeigen, wo der Stechapfel auf Ackerflächen nachgewiesen ist, das Grün die Sojaanbaugebiete. Im Osten Österreichs liegen beide übereinander – genau dort, wo die größten Sojaflächen stehen.

Ob Ihre Fläche betroffen ist, hängt aber nicht allein von der Region ab. Vier Fragen, eine Einschätzung – ohne Anmeldung und ohne dass Daten übertragen werden. Die Gewichtung folgt den Risikofaktoren aus unserer veröffentlichten Studie: Region, Kultur, Fruchtfolge und bisherige Beobachtungen.

Verbreitungskarte: Stechapfel-Vorkommen auf Ackerflächen in Österreich, überlagert mit den Sojaanbaugebieten 2024
Verbreitung von Datura stramonium auf Ackerflächen in Österreich, 1965 bis 2024 (schwarz), Sojaanbauflächen 2024 (grün). Aus: Follak et al. 2026, Die Bodenkultur 76(1), Abb. 2 · CC BY-NC-ND 3.0
1. Wo liegen Ihre Flächen?
2. Welche Kultur steht auf der Fläche?
3. Wie viele Kulturen stehen in Ihrer Fruchtfolge?
4. Wurde in den letzten drei Jahren Stechapfel auf dem Betrieb oder auf Nachbarflächen gesehen?

Der Schnellcheck ist eine fachliche Einschätzung anhand bekannter Risikofaktoren, keine Messung. Sicherheit gibt nur die Befliegung. Es werden keine Eingaben gespeichert oder übertragen.

Wir finden jede Pflanze im Bestand

Wir befliegen Ihre Flächen mit der Drohne und werten die Bilder mit einer trainierten Bilderkennung aus. Jede Detektion wird geografisch verortet. Zwei Beispiele aus der Praxis: links der Bestand in Normalansicht, rechts dieselbe Stelle in der Detektionsansicht.

Drohnenaufnahme eines abreifenden Bestandes ohne Markierung, Beispiel 1
Beispiel 1 · Normalansicht
Dieselbe Drohnenaufnahme mit grün markierter Stechapfelpflanze, Beispiel 1
Beispiel 1 · Detektionsansicht
Drohnenaufnahme eines abreifenden Bestandes ohne Markierung, Beispiel 2
Beispiel 2 · Normalansicht
Dieselbe Drohnenaufnahme mit grün markierter Stechapfelpflanze, Beispiel 2
Beispiel 2 · Detektionsansicht
  1. 1 Anmeldung

    Fläche im Portal melden. Wir prüfen gemeinsam den optimalen Flugtermin.

  2. 2 Befliegung

    Im Herbst bei beginnender Abreife und Laubfall, wenn der Stechapfel sichtbar wird.

  3. 3 Auswertung

    Automatische Bilderkennung, jede Detektion geografisch verortet. Erkennungsgüte F1 0,90.

  4. 4 Ergebnis

    Befallskarte als PDF, GPS-Punkte als KML oder Shape, Kurzbericht, Detektionen pro Hektar.

Jeder Punkt am Handy

Sie wissen vor der Ernte, wo der Stechapfel steht. Statt den Bestand abzusuchen, gehen Sie mit den Fundpunkten am Handy gezielt zur Pflanze – und halten Ihre Flächen über die Jahre sauber.

Das erhalten Sie

  • Befallskarte als PDF, druck- und archivierbar
  • Georeferenzierte Fundpunkte als KML oder Shape
  • Kurzbericht mit Detektionen je Hektar
  • Einschätzung zum weiteren Vorgehen auf der Fläche
  • Auch bei null Funden: den dokumentierten Nachweis, dass Ihre Fläche sauber ist
Befallskarte auf dem Smartphone: georeferenzierte Fundpunkte des Stechapfels auf einem Sojaschlag

Jeder Fundpunkt direkt am Handy

Das beste Ergebnis ist: nichts gefunden

Manche Betriebe zögern mit der Frage: „Und wenn nichts gefunden wird – habe ich dann umsonst gezahlt?“

Nein. Genau das ist das Ziel. Ein leerer Befund ist kein Fehlschlag, sondern die beste Nachricht, die Sie bekommen können: die belegte Gewissheit, dass auf Ihrer Fläche alles passt. Sie gehen mit ruhigem Gewissen in die Ernte, statt zu hoffen.

Und Sie haben es schwarz auf weiß. Die Auswertung ist datiert, georeferenziert und archivierbar – ein Nachweis gegenüber Abnehmern und Verarbeitern, den Sie sonst nicht führen können. Wer belegen kann, dass seine Flächen kontrolliert sind, steht in der Vermarktung anders da als jemand, der es nur vermutet.

Warum ein leerer Befund realistisch ist

In der Studie lag der Median bei rund 40 Detektionen je Hektar, das Minimum bei 0,3. Es gibt also tatsächlich nahezu saubere Schläge – man weiß es vorher nur nicht.

Und wenn doch etwas gefunden wird?

Dann haben Sie die Punkte, bevor die Pflanzen aussamen. Genau dann ist der Eingriff am billigsten und am wirksamsten – und der Samenvorrat baut sich nicht weiter auf.

Ergänzendes Angebot

DronHuman-Concept

Die Drohne findet, der Mensch entfernt. Auf Wunsch organisieren wir das Personal, das die markierten Pflanzen händisch ausreißt und fachgerecht entsorgt – Sie erhalten die bereinigte Fläche, nicht nur die Karte.

  • Händische Entfernung vor der Samenbildung, gezielt an den Fundpunkten
  • Fachgerechte Entsorgung des Pflanzenmaterials
  • Ergänzend wirksam: Feldränder gezielt behandeln und Einzelpflanzen ausreißen

Wissenschaftlich belegt, nicht behauptet

Das Verfahren, das wir für Sie einsetzen, ist begutachtet und veröffentlicht. Die Ergebnisse aus dem Projekt StopDatura sind in Die Bodenkultur erschienen – BLICKWINKEL ist als Koautor beteiligt und hat die Befliegungen und Detektionsauswertungen eingebracht.

Titelseite der Publikation Follak et al. 2026 in Die Bodenkultur, Band 76 Heft 1
Begutachtete Fachpublikation

Die Bodenkultur 76 (1), 2026 · BOKU University · ISSN 0006-5471

Datura stramonium L. in Sojabohne in Österreich: Risikogebiete, Ausmaß der Spätverunkrautung und Möglichkeiten der Bekämpfung

Originaltitel: Datura stramonium L. in soybean in Austria: risk areas, extent of late-season infestation, and management implications

Follak, S., Biçici, U. C., Griesbacher, A., Kuchling, S., Reiter, E., Schwarz, M., Treiblmeier, M. (BLICKWINKEL), Riegler-Nurscher, P. (2026), Seiten 1–11.

Peer-reviewed Open Access DOI 10.2478/boku-2026-0001
Publikation herunterladen

Open-Access-Fassung, 11 Seiten, PDF. Kein Formular, keine Registrierung.

PDF öffnen (1,7 MB)

© 2026 Follak, Biçici, Griesbacher, Kuchling, Reiter, Schwarz, Treiblmeier, Riegler-Nurscher; veröffentlicht von der BOKU University. Lizenziert unter CC BY-NC-ND 3.0. Bereitstellung der unveränderten Originalfassung.

Was die Studie zeigt

  • 159Sojabohnenfelder in Ostösterreich wurden beflogen und automatisiert ausgewertet, mittlere Schlaggröße 3,1 ha.
  • 0,896F1-Wert der Bilderkennung, bei einer Genauigkeit von 0,999 und einer Trefferquote (Recall) von 0,926.
  • 316Detektionen je Hektar im Mittel – mit enormer Spannweite von 0,3 bis 9.398. Kein Schlag gleicht dem anderen.
  • 22 %der österreichischen Soja-Anbaufläche liegen in Risikogebieten.

Was daraus für Ihre Fläche folgt

Der Befall konzentriert sich messbar auf die Randbereiche: Feldrand und Vorgewende sind stärker betroffen als das Feldinnere. Vorfrucht und Vielfalt der Fruchtfolge erwiesen sich als wesentliche Einflussfaktoren.

Für die Praxis heißt das: Wer Feldränder gezielt behandelt und die Fruchtfolge anpasst, senkt das Risiko dort, wo es am größten ist. Die Befallskarte zeigt Ihnen, wo genau das auf Ihrem Schlag der Fall ist.

Fläche prüfen lassen

Gemeinsam veröffentlicht mit

Logo der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES
Logo von Josephinum Research, Wieselburg
Logo der BOKU University, Herausgeberin der Zeitschrift Die Bodenkultur

AGES und Josephinum Research sind Koautoren der Publikation, die BOKU University ist deren Herausgeberin.

Warum BLICKWINKEL

Seit 2017

Zertifiziertes Ingenieurbüro für digitale Landwirtschaft. Gerichtlich beeideter Sachverständiger für Feldbau.

Unabhängig

Wir verkaufen keine Pflanzenschutzmittel und keine Maschinen. Unsere Einschätzung ist ungebunden.

Koautor der Studie

Das Verfahren wurde im Projekt StopDatura gemeinsam mit AGES und Josephinum Research entwickelt und begutachtet veröffentlicht.

Über 1.000 ha

In Ostösterreich beflogen und ausgewertet – die Bildauswertung der Studie stammt aus diesen Befliegungen.

StopDatura ist ein Forschungsprojekt der AGES (2023–2026, DaFNE-Projekt 101821), finanziert vom Bundesministerium und den österreichischen Bundesländern. Die Abbildungen des Befalls aus der Vogelperspektive in der Publikation stammen von Michael Treiblmeier.

Häufige Fragen

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Befliegung?

Ein fixes Datum lässt sich seriös nicht nennen – bei der Sojabohne hängt der Termin von der Abreife des Bestandes ab, und die fällt je nach Jahr, Sorte und Standort unterschiedlich aus.

Entscheidend ist der Zustand, nicht der Kalender: Sobald die Sojabohne abreift und das Laub fällt, hebt sich der Stechapfel farblich und strukturell deutlich ab und ist aus der Luft sicher zu erkennen. Zu früh beflogen verschwindet die Pflanze im grünen Bestand; zu spät sind die Kapseln aufgeplatzt und die Samen bereits im Boden.

Deshalb melden Sie Ihre Fläche am besten früh an. Wir beobachten die Abreife und stimmen den Flugtermin gemeinsam mit Ihnen ab.

Wie zuverlässig erkennt das Verfahren die Pflanzen?

In der begutachteten Auswertung von 159 Sojabohnenfeldern erreichte die Bilderkennung einen F1-Wert von 0,896 bei einer Trefferquote (Recall) von 0,926. Diese Werte sind in Die Bodenkultur 76(1) veröffentlicht und nachlesbar. Kein Verfahren erkennt jede einzelne Pflanze – entscheidend ist, dass Sie die Nester finden, bevor sie aussamen.

Was bekomme ich nach der Auswertung?

Eine Befallskarte als PDF, die georeferenzierten Fundpunkte als KML- oder Shape-Datei für Ihr Endgerät, einen Kurzbericht und die Angabe der Detektionen je Hektar. Die Punkte lassen sich direkt am Smartphone öffnen – Sie gehen gezielt zur Pflanze, statt den Bestand abzusuchen.

Warum reicht es nicht, das Feld abzugehen?

Weil einzelne Pflanzen in einem geschlossenen Bestand kaum auffallen und übersehene Nester genügen, um den Samenvorrat im Boden weiter aufzubauen. Eine kräftige Pflanze bildet mehrere tausend langlebige Samen, die Jahre im Boden überdauern. Aus einem übersehenen Nest wird Handarbeit über mehrere Saisonen.

Für welche Kulturen ist die Detektion sinnvoll?

Vor allem für Sojabohne, Sonnenblume, Hirse, Ölkürbis und Mais. Nach Angaben der AGES tritt der Gemeine Stechapfel darüber hinaus in Kartoffeln und zunehmend in Gemüsekulturen auf. Besonders stark ist die Konkurrenz in Kulturen mit geringer Wuchshöhe und in Beständen mit Lücken.

Übernehmen Sie auch die Entfernung der Pflanzen?

Auf Wunsch ja. Mit dem DronHuman-Concept organisieren wir das Personal, das die markierten Pflanzen händisch ausreißt und fachgerecht entsorgt. Sie erhalten dann die bereinigte Fläche und nicht nur die Karte.

Was kostet die Stechapfel-Detektion?

Befliegung, Auswertung und Befallskarte gibt es ab 39 Euro je Hektar. Der genaue Preis hängt von Flächengröße, Lage und Zuschnitt der Schläge ab. Melden Sie Ihre Flächen im Portal an – Sie erhalten ein konkretes Angebot und wir stimmen den Befliegungstermin mit Ihnen ab.

Und wenn gar nichts gefunden wird?

Dann ist das die beste Nachricht, die Sie bekommen können – und kein verlorenes Geld. Sie haben dann den belegten Nachweis, dass Ihre Fläche sauber ist: datiert, georeferenziert und archivierbar. Das ist ein Dokument, das Sie gegenüber Abnehmern und Verarbeitern vorlegen können. In der Studie lag das Minimum bei 0,3 Detektionen je Hektar, es gibt also tatsächlich nahezu saubere Schläge – vorher weiß man es nur nicht.

Befliegungsfenster Der Termin richtet sich nicht nach dem Kalender, sondern nach der Abreife Ihres Bestandes. Erst wenn die Sojabohne abreift und das Laub fällt, hebt sich der Stechapfel sichtbar ab – dieses Fenster ist kurz, und danach ist er ausgesamt. Melden Sie Ihre Fläche früh an: Wir behalten die Abreife im Blick und stimmen den Flugtermin mit Ihnen ab.

Flächen jetzt für die Herbstbefliegung anmelden

Tragen Sie Ihre Flächen im Portal ein – wir prüfen den optimalen Termin und stimmen die Befliegung mit Ihnen ab. Konditionen und Termine auf Anfrage, unverbindlich.