Zertifiziertes Ingenieurbüro für digitale Landwirtschaft. Gerichtlich beeideter Sachverständiger für Feldbau.
Drohnengestützte Detektion von Gemeinem Stechapfel auf Ihren Flächen. Befliegung, automatische Auswertung und georeferenzierte Befallskarte – damit Sie vor der Ernte wissen, wo Sie eingreifen müssen.
Der Gemeine Stechapfel (Datura stramonium) ist ein Wärmekeimer und läuft spät auf – oft erst, wenn die Kultur bereits steht und keine Bekämpfung mehr möglich ist. Pflanzen, die bis zur Ernte stehen bleiben, bilden Samen, verunreinigen das Erntegut und bauen den Samenvorrat im Boden weiter auf.
Die Pflanze wächst je nach Nährstoff-, Wasser- und Konkurrenzverhältnissen von wenigen Zentimetern bis über 150 cm heran. Nach Angaben der AGES kommt sie inzwischen in allen österreichischen Bundesländern vor, mit Schwerpunkten in den warmen Tieflagen des nördlichen Burgenlands und des östlichen Niederösterreichs.
Wer nicht eingreift, zahlt später drauf: Eine einzelne kräftige Pflanze bildet mehrere tausend langlebige Samen. Aus einem übersehenen Nest werden Handarbeit über mehrere Saisonen, Ertragsverluste und Partien, die abgewertet oder gar nicht erst übernommen werden.
2024 wurden in Österreich 87.607 ha Sojabohne angebaut, davon 39 % biologisch. Rund 22 % dieser Anbaufläche liegen in Risikogebieten mit nachgewiesenen Stechapfel-Vorkommen. Belegt in der begutachteten Studie, an der wir mitgearbeitet haben.
Besonders in Kulturen mit geringer Wuchshöhe und in Beständen mit Lücken entfaltet die Pflanze hohe Konkurrenzkraft. Die AGES beobachtet zuletzt auch eine Zunahme in Kartoffeln und Gemüsekulturen.
Atropin und Scopolamin sitzen in allen Pflanzenteilen und sind hochgiftig. Bei der Ernte gelangen Samen und Pflanzensaft in das Erntegut. Schon geringe Mengen können bei Mensch und Tier zu Vergiftungen führen – Sinnestäuschungen, Übelkeit, Benommenheit, Atemlähmung. Wird der Höchstgehalt überschritten, ist die Partie für die Lebensmittelverarbeitung verloren.
| Erzeugnis | Höchstgehalt µg/kg |
|---|---|
| Beikost und Getreidebeikost für Säuglinge und Kleinkinder | 1,0 je Alkaloid |
| Unverarbeitete Millethirse- und Sorghumhirsekörner | 5,0 |
| Unverarbeitete Buchweizenkörner | 10 |
| Unverarbeitete Maiskörner | 15 |
| Mahlerzeugnisse aus Hirse und Mais | 5 |
Summe aus Atropin und Scopolamin nach Verordnung (EU) 2023/915, für Beikost je Alkaloid. Für Sojabohne bestehen derzeit keine Höchstgehalte – Verunreinigungen sind dennoch dokumentiert und nehmen zu.
je Hektar. Der genaue Preis hängt von Flächengröße, Lage und Zuschnitt der Schläge ab.
Wird eine Partie wegen Tropanalkaloiden beanstandet, ist nicht ein Hektar betroffen, sondern die gesamte Lieferung. Und der Samenvorrat bleibt Jahre im Boden: Eine kräftige Pflanze bildet mehrere tausend langlebige Samen, aus einem übersehenen Nest wird Handarbeit über mehrere Saisonen.
Die Detektion kostet einmal je Hektar. Ein verunreinigter Schlag kostet Sie über Jahre.
Die schwarzen Felder zeigen, wo der Stechapfel auf Ackerflächen nachgewiesen ist, das Grün die Sojaanbaugebiete. Im Osten Österreichs liegen beide übereinander – genau dort, wo die größten Sojaflächen stehen.
Ob Ihre Fläche betroffen ist, hängt aber nicht allein von der Region ab. Vier Fragen, eine Einschätzung – ohne Anmeldung und ohne dass Daten übertragen werden. Die Gewichtung folgt den Risikofaktoren aus unserer veröffentlichten Studie: Region, Kultur, Fruchtfolge und bisherige Beobachtungen.
Der Schnellcheck ist eine fachliche Einschätzung anhand bekannter Risikofaktoren, keine Messung. Sicherheit gibt nur die Befliegung. Es werden keine Eingaben gespeichert oder übertragen.
Wir befliegen Ihre Flächen mit der Drohne und werten die Bilder mit einer trainierten Bilderkennung aus. Jede Detektion wird geografisch verortet. Zwei Beispiele aus der Praxis: links der Bestand in Normalansicht, rechts dieselbe Stelle in der Detektionsansicht.
Fläche im Portal melden. Wir prüfen gemeinsam den optimalen Flugtermin.
Im Herbst bei beginnender Abreife und Laubfall, wenn der Stechapfel sichtbar wird.
Automatische Bilderkennung, jede Detektion geografisch verortet. Erkennungsgüte F1 0,90.
Befallskarte als PDF, GPS-Punkte als KML oder Shape, Kurzbericht, Detektionen pro Hektar.
Sie wissen vor der Ernte, wo der Stechapfel steht. Statt den Bestand abzusuchen, gehen Sie mit den Fundpunkten am Handy gezielt zur Pflanze – und halten Ihre Flächen über die Jahre sauber.
Jeder Fundpunkt direkt am Handy
Manche Betriebe zögern mit der Frage: „Und wenn nichts gefunden wird – habe ich dann umsonst gezahlt?“
Nein. Genau das ist das Ziel. Ein leerer Befund ist kein Fehlschlag, sondern die beste Nachricht, die Sie bekommen können: die belegte Gewissheit, dass auf Ihrer Fläche alles passt. Sie gehen mit ruhigem Gewissen in die Ernte, statt zu hoffen.
Und Sie haben es schwarz auf weiß. Die Auswertung ist datiert, georeferenziert und archivierbar – ein Nachweis gegenüber Abnehmern und Verarbeitern, den Sie sonst nicht führen können. Wer belegen kann, dass seine Flächen kontrolliert sind, steht in der Vermarktung anders da als jemand, der es nur vermutet.
In der Studie lag der Median bei rund 40 Detektionen je Hektar, das Minimum bei 0,3. Es gibt also tatsächlich nahezu saubere Schläge – man weiß es vorher nur nicht.
Dann haben Sie die Punkte, bevor die Pflanzen aussamen. Genau dann ist der Eingriff am billigsten und am wirksamsten – und der Samenvorrat baut sich nicht weiter auf.
Die Drohne findet, der Mensch entfernt. Auf Wunsch organisieren wir das Personal, das die markierten Pflanzen händisch ausreißt und fachgerecht entsorgt – Sie erhalten die bereinigte Fläche, nicht nur die Karte.
Das Verfahren, das wir für Sie einsetzen, ist begutachtet und veröffentlicht. Die Ergebnisse aus dem Projekt StopDatura sind in Die Bodenkultur erschienen – BLICKWINKEL ist als Koautor beteiligt und hat die Befliegungen und Detektionsauswertungen eingebracht.
Die Bodenkultur 76 (1), 2026 · BOKU University · ISSN 0006-5471
Originaltitel: Datura stramonium L. in soybean in Austria: risk areas, extent of late-season infestation, and management implications
Follak, S., Biçici, U. C., Griesbacher, A., Kuchling, S., Reiter, E., Schwarz, M., Treiblmeier, M. (BLICKWINKEL), Riegler-Nurscher, P. (2026), Seiten 1–11.
Open-Access-Fassung, 11 Seiten, PDF. Kein Formular, keine Registrierung.
PDF öffnen (1,7 MB)© 2026 Follak, Biçici, Griesbacher, Kuchling, Reiter, Schwarz, Treiblmeier, Riegler-Nurscher; veröffentlicht von der BOKU University. Lizenziert unter CC BY-NC-ND 3.0. Bereitstellung der unveränderten Originalfassung.
Der Befall konzentriert sich messbar auf die Randbereiche: Feldrand und Vorgewende sind stärker betroffen als das Feldinnere. Vorfrucht und Vielfalt der Fruchtfolge erwiesen sich als wesentliche Einflussfaktoren.
Für die Praxis heißt das: Wer Feldränder gezielt behandelt und die Fruchtfolge anpasst, senkt das Risiko dort, wo es am größten ist. Die Befallskarte zeigt Ihnen, wo genau das auf Ihrem Schlag der Fall ist.
Fläche prüfen lassen
AGES und Josephinum Research sind Koautoren der Publikation, die BOKU University ist deren Herausgeberin.
Zertifiziertes Ingenieurbüro für digitale Landwirtschaft. Gerichtlich beeideter Sachverständiger für Feldbau.
Wir verkaufen keine Pflanzenschutzmittel und keine Maschinen. Unsere Einschätzung ist ungebunden.
Das Verfahren wurde im Projekt StopDatura gemeinsam mit AGES und Josephinum Research entwickelt und begutachtet veröffentlicht.
In Ostösterreich beflogen und ausgewertet – die Bildauswertung der Studie stammt aus diesen Befliegungen.
StopDatura ist ein Forschungsprojekt der AGES (2023–2026, DaFNE-Projekt 101821), finanziert vom Bundesministerium und den österreichischen Bundesländern. Die Abbildungen des Befalls aus der Vogelperspektive in der Publikation stammen von Michael Treiblmeier.
Ein fixes Datum lässt sich seriös nicht nennen – bei der Sojabohne hängt der Termin von der Abreife des Bestandes ab, und die fällt je nach Jahr, Sorte und Standort unterschiedlich aus.
Entscheidend ist der Zustand, nicht der Kalender: Sobald die Sojabohne abreift und das Laub fällt, hebt sich der Stechapfel farblich und strukturell deutlich ab und ist aus der Luft sicher zu erkennen. Zu früh beflogen verschwindet die Pflanze im grünen Bestand; zu spät sind die Kapseln aufgeplatzt und die Samen bereits im Boden.
Deshalb melden Sie Ihre Fläche am besten früh an. Wir beobachten die Abreife und stimmen den Flugtermin gemeinsam mit Ihnen ab.
In der begutachteten Auswertung von 159 Sojabohnenfeldern erreichte die Bilderkennung einen F1-Wert von 0,896 bei einer Trefferquote (Recall) von 0,926. Diese Werte sind in Die Bodenkultur 76(1) veröffentlicht und nachlesbar. Kein Verfahren erkennt jede einzelne Pflanze – entscheidend ist, dass Sie die Nester finden, bevor sie aussamen.
Eine Befallskarte als PDF, die georeferenzierten Fundpunkte als KML- oder Shape-Datei für Ihr Endgerät, einen Kurzbericht und die Angabe der Detektionen je Hektar. Die Punkte lassen sich direkt am Smartphone öffnen – Sie gehen gezielt zur Pflanze, statt den Bestand abzusuchen.
Weil einzelne Pflanzen in einem geschlossenen Bestand kaum auffallen und übersehene Nester genügen, um den Samenvorrat im Boden weiter aufzubauen. Eine kräftige Pflanze bildet mehrere tausend langlebige Samen, die Jahre im Boden überdauern. Aus einem übersehenen Nest wird Handarbeit über mehrere Saisonen.
Vor allem für Sojabohne, Sonnenblume, Hirse, Ölkürbis und Mais. Nach Angaben der AGES tritt der Gemeine Stechapfel darüber hinaus in Kartoffeln und zunehmend in Gemüsekulturen auf. Besonders stark ist die Konkurrenz in Kulturen mit geringer Wuchshöhe und in Beständen mit Lücken.
Auf Wunsch ja. Mit dem DronHuman-Concept organisieren wir das Personal, das die markierten Pflanzen händisch ausreißt und fachgerecht entsorgt. Sie erhalten dann die bereinigte Fläche und nicht nur die Karte.
Befliegung, Auswertung und Befallskarte gibt es ab 39 Euro je Hektar. Der genaue Preis hängt von Flächengröße, Lage und Zuschnitt der Schläge ab. Melden Sie Ihre Flächen im Portal an – Sie erhalten ein konkretes Angebot und wir stimmen den Befliegungstermin mit Ihnen ab.
Dann ist das die beste Nachricht, die Sie bekommen können – und kein verlorenes Geld. Sie haben dann den belegten Nachweis, dass Ihre Fläche sauber ist: datiert, georeferenziert und archivierbar. Das ist ein Dokument, das Sie gegenüber Abnehmern und Verarbeitern vorlegen können. In der Studie lag das Minimum bei 0,3 Detektionen je Hektar, es gibt also tatsächlich nahezu saubere Schläge – vorher weiß man es nur nicht.
Tragen Sie Ihre Flächen im Portal ein – wir prüfen den optimalen Termin und stimmen die Befliegung mit Ihnen ab. Konditionen und Termine auf Anfrage, unverbindlich.